
Als Teil des Katastrophenschutzes des Landkreises Hildburghausen war die Feuerwehr Hildburghausen maßgeblich an der Bekämpfung des größten Waldbrandes Thüringens der letzten drei Jahrzehnte beteiligt. Der verheerende Brand in den Wäldern auf der Saafelder Höhe (für uns bei Gösselsdorf) forderte die ganze Kraft und Entschlossenheit zahlreicher Einsatzkräfte.


Bereits am 03.07.2025 gegen 10:00 Uhr erfolgte die erste Alarmierung telefonisch durch das Landratsamt. Unsere Aufgabe: gemeinsam mit dem Waldbrand-TLF aus Themar die Wasserversorgung im unwegsamen Gelände von Gösselsdorf sicherzustellen. Mit unserem Mannschaftstransportwagen (MTW) unterstützten wir die Brandbekämpfer bis in die frühen Morgenstunden des Folgetages. Erst gegen 02:00 Uhr endete dieser erste fordernde Einsatzabschnitt. Doch damit war der Einsatz nicht vorbei: Schon am 04.07.2025 um 03:03 Uhr wurden wir erneut durch die Leitstelle Suhl alarmiert. Diesmal rückten wir mit dem Einsatzleitwagen 1 und dem Mannschaftstransportwagen aus. Gemeinsam mit uns auch die Kameraden aus Eisfeld (LF 20-Kats), Themar (LF-Kats) und Auengrund (MTW). Im Laufe des Tages verstärkten uns noch ein weiterer MTW aus Themar sowie der MTW der Gemeinde Straufhain mit dringend benötigtem Personal für die Löscharbeiten an unserem Einsatzort – mit dabei ebenfalls Kräfte aus Hildburghausen.



Da die meisten unsere Einsatzfahrzeuge für die schmalen und unwegsamen Waldwege schlicht zu groß waren, wurde unsere Technik kurzerhand auf wendige Quads von verschiedenen Bergwacht-Einheiten aus Thüringen verladen. Mit diesen geländegängigen Maschinen kämpften sich die Kameraden durch das unübersichtliche Terrain, um das dringend benötigte Material bis tief hinein ins Einsatzgebiet zu bringen.


Bis zum späten Abend des 04.07.2025 um 23:45 Uhr kämpften wir gemeinsam gegen die Flammen und vor allem gegen brennende Glutnester tief im Untergrund des Waldbodens. Diese waren schwer identifizierbar und so kamen neben etlichen D-Rohren, tausenden Litern Wasser auch schwere Hacken, Äxte und natürlich eine gewaltige Portion Muskelkraft zum Einsatz.
Unser Dank gilt allen Kameradinnen und Kameraden, die sich mutig und selbstlos dieser Herausforderung gestellt haben – gemeinsam für die Sicherheit unserer Heimat.




